Rickson Gracie (geboren 1958) ist ein Sohn von Hélio Gracie und ein zentrales Mitglied der berühmten Gracie‑Familie, die aus der Lehre des japanischen Judoka Mitsuyo Maeda das heutige Brazilian Jiu‑Jitsu (BJJ) entwickelte. 1902 kam Maeda nach Brasilien, wo er Carlos Gracie – den Vater von Hélio – unterrichtete; die Familie passte die Techniken an, um sie für leichtere und schwächere Kämpfer effektiver zu machen. Hélio Gracie verfeinerte diese „sanfte Kunst“ weiter und begründete damit das Grundgerüst des BJJ. Rickson, der als praktisch ungeschlagener Wettkämpfer gilt, verbreitete das System weltweit durch Seminare, Filme und seine Philosophie, die den Fokus auf Technik, Atemkontrolle und geistige Disziplin legt. Durch seine Auftritte in Dokumentarfilmen wie “Choke” und zahlreiche Lehrvideos trug er maßgeblich zur Internationalisierung des BJJ bei. Heute wird die Gracie‑Familie weiterhin als wichtigste Quelle und Ausbildungsstätte für das brasilianische Jiu‑Jitsu angesehen.

